#24 Auf Pilzsuche

Es hat geregnet in letzter Zeit. Gar nicht so wenig. Dementsprechend warten wir ein paar Tage und gehen dann in die Pilze. Wir sind ausgestattet mit Wanderhosen, Messern und zu sauberen Körben. Kommentar zu den Körben: „Die sind ja viel zu hell, die sieht man ja meilenweit!“ Man muss verstehen: Der Pilze suchende Mensch ist ein Alleingänger. Alles was nicht mit ihm in die Pilze geht (d.h. Ehepartner, Erbonkel oder absoluter Lieblingsmensch), will er oder sie im Wald nicht sehen und vor allem will er oder sie nicht gesehen werden. Denn jeder fremde Waldbesucher ist potentieller Pilzkonkurrent und muss durch Täuschen und Tarnen an der Nase herumgeführt werden. Denn dort, wo wir sind und Pilze suchen, und das muss der Gegner verstehen, gibt es gar keine Pilzsucher und vor allem gibt es dort sicher keine Pilze. Sonst käme der Fremde noch auf die Idee, auch mal mit Messer und Körbchen in diesen Teilen des Waldes herumzustrawanzen und eventuell Pilze mitgehen zu lassen. Ja aber sicher nicht! Da duckt man sich lieber ins Gebüsch oder springt hinter Bäume, um nicht von vorbeiwandernden Menschen gesehen zu werden. Aber das Problem hatten wir gar nicht. Nicht, dass da keine Menschen gewesen wären. Die waren schnell vorüber. Das größere Problem war: Wo wir waren und durchs Dickicht stapften und von Fichten an den Haaren gezupft wurden, da gab es tatsächlich keine Pilze. Drei, vier verschiedene Stellen wurden besucht, und kopfschüttelnd abgegangen. Aber ich muss sagen: Überhaupt keine Pilze zu finden war wesentlich entspannender, als ständig Pilze zu finden und dann enttäuscht zu werden, dass sie leider nicht essbar oder mir unbekannt und deswegen grundsätzlich suspekt sind. Was bei Pilzen die gesündere Einstellung ist. Mit „Ah, der schaut interessant aus, den probiere ich mal aus“ kommt man in diesem Metier nicht so weit. Fazit: Ein schöner Nachmittag im Wald, essenstechnisch aber eher unbefriedigend.
Zu Hause gab es dann „Penne Funghi“ aus der Packung.

Spirou und Fantasio (und Pips)

Montag! Zeit für neue Post, hier die Helden eines meiner Liebslingscomics: Spirou und Fantasio (und Pips). Die besten Bände und die schrägsten Ideen sind immer noch von Franquin, finde ich, der 20 Jahre lang, von 1948 bis 1968, an den Bänden gearbeitet hat. Besser aber gefällt mir der Zeichenstil von Janry, der gemeinsam mit Tome von 1984 bis 1998 an Spirou und Fantasio arbeiten durfte.

Mit der Komposition hier bin ich nicht ganz glücklich, ein wenig mehr Platz rechts im Bild wäre schön gewesen, um ihnen Platz zum Laufen zu geben, und der Pilzstrahler in der Mitte wäre besser an einem der Drittelpunkte aufgehoben gewesen. Auf was man nicht so alles drauf kommt, wenn man fertig geinkt hat ^^

Der Pilzstrahler (mit Sicherheit vom Grafen zur Verfügung gestellt) hier nochmal im Detail:

Und Pips, natürlich: