Guardians of the Galaxy 2

Letzte Woche war ich mit einer Freundin „Guardians of the Galaxy 2“ im Kino anschauen. Wer ihn noch nicht gesehen hat lese hier nicht weiter. SPOILER! Der Film war wie sein Vorgänger sehr, sehr bunt und hatte (ebenfalls wie der erste Teil) einen sehr lockeren Umgang mit „töten wir mal schnell ein paar Leute“. Was nicht erst auf Dauer sehr langweilig und ziellos ist – es gibt genügend Geschichten die man erzählen kann, ohne gleich die ganze Crew umzulegen. (Und ganz ehrlich: Wenn so viele Figuren umgebracht werden, bekommt man irgendwann das Gefühl, die Storywriter waren ein bisschen faul und haben den einfachen Weg gewählt. Was nicht heißt, dass niemand sterben darf – aber zehn Minuten Gemetzel ist ein bisschen viel.) Teil 2 hat aber zumindest großteils auf die verbalen Hänger von Teil 1 verzichtet und war wieder sehr unterhaltsam. Ich glaube fast jedes (jedes?) Soundtrackstück kam von einem Gerät, das im Film verwendet wurde – Kopfhörer, Lautsprecher, Autoradio, kleine Anlage – eine wirklich schöne Idee. Das Hauptthema war „Familie“ – von der Zeugung (Ego fliegt in einem Ei durch die Gegend und scheint alles zu begatten was nicht bei drei auf den Bäumen ist – inklusive dem jeweiligen Planeten) über das „Familienleben“ der Guardians bis zur Überwindung der übermächtigen und vereinnahmenden Vaterfigur Ego, dargestellt von Kurt Russell. Es war ein bisschen creepy, ihn zu Beginn als jungen Mann zu sehen. Ich habe ein bisschen recherchiert und offensichtlich war sehr wenig CGI (=Computer Generated Imagery) im Spiel, dafür ein sehr begabter Make-Up-Artist sowie ein „stand-in“, den Schauspieler Aaron Schwartz. Alle Szenen, in denen Russell jung erscheint, wurden von einem stark geschminkten Russell, aber auch von Schwartz gespielt – und anschließend wurden beide im Computer zu einer fusioniert, was die Sache lebendiger wirken lässt. Wahnsinn.

Nur kurz zum Ursprung der „Guardians“: Die Marvel-Comicserie, auf der die Filme lose basieren, hatte ihre Geburtsstunde 1969 und die „Guardians“ hatten damals noch ganz andere Mitglieder, u.a. waren so klingende Namen wie „Major Victory“ oder „Martinex T’Naga“ dabei. Auch Yondu Udonta (ein Name der immer ein bisschen nach Zahnpasta klingt) gehörte damals zur Gruppe – während der blauhäutige Alien mit dem abhnehmbaren roten Irokesen in den Filmen Mitglied der Weltraumpiraten „Ravagers“ und Peter Quills Ziehvater ist und eine entscheidende Rolle in Teil 2 spielt.
Hier ein Bild der alten Guardians, der Iro und die Schulterpartien von Yondu wurden für die Neuauflage leider drastisch eingestutzt:

Von Gruppenbild zu Gruppenbild – hier meine Version:

Und weil der Film so schön bunt ist: