Wolfram von Eschenbach: Parzival

Als Auflösung vom letzten Mal quasi hier das ganze A3-Blatt:

Ritter wären natürlich etwas augenscheinlicher gewesen, aber die Entscheidung ist dann zugunsten von Elster, Falke, Gans sowie ein paar (toter) Singvögel gefallen. Unter anderem weil ich dachte: Ah, das ist mir gerade zu aufwändig einen Ritter in Ausrüstung auf seinem Pferd zu zeichnen. Hah. Federn sind da viel… einfacher (??). Ich weiß ehrlich nicht, was ich mir dabei gedacht habe.

Die Elster jedenfalls kommt bereits im Prolog des „Parzival“ vor und die damit aufgemachte Diskussion um das Gute und Böse (Weiß & Schwarz) im Menschen zieht sich durch den ganzen Text. Die toten Singvögel referieren auf Parzivals Aufwachsen im Wald und Falke und Gans sind der „Blutstropfenszene“ entnommen.

Beim Lettering bin ich haarscharf an einem „Wolfam von Eschenbch“ vorbeigeschrammt. Ich hatte mir in etwa ausgerechnet, wieviel Abstand ich brauche, um die Buchstaben gut übers Blatt zu verteilen. Die Skizze hat dann irgendwie linkslastig gewirkt, und ich habe mir zuerst gedacht, naja, nicht soo schlimm, lasse ich es so, es wäre mühsam, alles nochmal auszuradieren und tatata. Aber, da Lesen ja ungemein bildet, war ich dann recht schnell im Bilde darüber, dass mir beim Weg über Lineal und Rechner zwei Buchstaben abhanden gekommen waren. Da habe ich also gerade noch die Kurve gekriegt, oder, um es mit den Worten Peter Ustinovs zu sagen: Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut.

 

Work in Progress

Ideen zu einem Titelbild zum „…“ von … wälze ich bereits länger, diese mit allerlei Federvieh ist es schließlich geworden ( zumindest für den Moment – vielleicht mache ich noch das eine oder andere dazu):

Da es sich als eine etwas aufwändigere Arbeit entpuppt hat und ich nicht fertig geworden bin, lasse ich die Auflösung, um welchen Text es sich denn handelt, bis nächste Woche noch offen. Man darf also raten – und es gibt einige, die ihn auf jeden Fall kennen sollten… 😉 Bleibt nur zu hoffen, dass die ornithologische Darstellung halbwegs korrekt ist und das Wiedererkennen erlaubt.

Hier 90° gewendet:

Und hier, da das Bild nicht so wirklich oben und unten kennt, nochmal um 180° gedreht:

Zorro

Ein Freund hat mir einen Link zu einer kleinen Lesung geschickt:

(Danke, Matthias!)

Nach vielleicht zwei Minuten habe ich das Video gestoppt, bin zum Bücherregal gegangen, habe „Im Schatten der Burenwurst“ von H.C. Artmann herausgesucht und erst dann wieder auf Play gedrückt. Und ab sofort laut mitgelesen 🙂

„Wahnsinn! Mei neichs Gwaund!“, schrie er, völlig außer Fassung geratend: „Sog, bist narrisch?“

„Zorro bin ich, Rächer der Würstlmänner!“

Und das alles, weil der Herr im Nadelstreif (hier nur im Anzug) seinen eigenen Senf zur Burenwurst dazugegeben hatte, d.h. er hat laut Röhrich „ungefragt seine Meinung zu etw. [ge]äußer[t]“ und behauptet, die Wurst bestünde zu 100% aus Pferdefleisch. Wikipedia zufolge aber enthält eine Burenwurst 55% Brät (d.h. Faschiertes mit Salz und Gewürzen, wenn ich das richtig verstanden habe), 25% Speck und 20% Salzstoß (was eher weniger mit Salz denn mit Schlachtresten wie Sehnen und Muskelhäuten zu tun hat. Mjam mjam.). Kein Wunder also, dass sich der Würstelmann in seiner Ehre beleidigt fühlt und zur Flasche greift.

Die Zeichnung ist relativ schnell entstanden, eher eine Vorarbeit und vor allem das Pärchen müsste nochmal am Konzepttisch antanzen, aber mit der Dynamik des Würstlstandlers war ich so zufrieden, dass das Blatt doch den Weg auf den Blog finden durfte.

Das Zitat oben stammt übrigens aus oben abgebildetem Buch: H.C. Artmann: Zorro. In: Ders.: Im Schatten der Burenwurst. Wien 2003, S. 143.

Death

I think I first laid my eyes on „The Sandman“ about eight or nine years ago. After reading Volume 1, „Preludes and Nocturnes“, I was hooked and quite fast back on Amazon to order the next book. But the volumes were a quite heavy burden on my wallet, so I never could afford to get them as fast as I read them. And I didn’t knew anybody around who was interested in stuff like this… Poor me! Or, surely more to the point: Shy me. I used to walk around, shoulders hunched and silently wishing „please don’t look at me, please don’t ask me something, please don’t bother (me)“. On the streets as well as in shops. Sometimes I still catch me doing it – but only if I have a very, very, very bad day 😉

To those who don’t know her: Death is a character in Neil Gaiman’s „Sandman“. She is the older sister of Dream and her appearance captures not only the punk subculture of the 80ies, but I think with black and white as her main colours she symbolises the „either – or“ of life and death (although there are several shadow worlds and parallel worlds pictured in „The Sandman“). And like Terry Pratchett’s Death, Gaiman’s Death is quite likeable 🙂

 

Spirou und Fantasio (und Pips)

Montag! Zeit für neue Post, hier die Helden eines meiner Liebslingscomics: Spirou und Fantasio (und Pips). Die besten Bände und die schrägsten Ideen sind immer noch von Franquin, finde ich, der 20 Jahre lang, von 1948 bis 1968, an den Bänden gearbeitet hat. Besser aber gefällt mir der Zeichenstil von Janry, der gemeinsam mit Tome von 1984 bis 1998 an Spirou und Fantasio arbeiten durfte.

Mit der Komposition hier bin ich nicht ganz glücklich, ein wenig mehr Platz rechts im Bild wäre schön gewesen, um ihnen Platz zum Laufen zu geben, und der Pilzstrahler in der Mitte wäre besser an einem der Drittelpunkte aufgehoben gewesen. Auf was man nicht so alles drauf kommt, wenn man fertig geinkt hat ^^

Der Pilzstrahler (mit Sicherheit vom Grafen zur Verfügung gestellt) hier nochmal im Detail:

Und Pips, natürlich: