H.M. Murdock

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit
wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten.
Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter.
Seitdem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen,
die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber
ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn Sie mal ein Problem haben
und nicht mehr weiter wissen: Suchen Sie doch das A-Team!“

Seit Jahren habe ich das jetzt wieder einmal gehört – den deutschen Intro-Text zum „A-Team“. Und zum ersten Mal habe ich ihn wahrscheinlich bewusst wahrgenommen. „Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden“? Und die Stimme ist großartig o_O („Das E-Team“!)

Jaja, die 80er und das „E-Team“. Kindheitserinnerungen. Was da für Massen an amerikanischen Mittelklassewagen von der Straße abgekommen und explodiert sind. Jeder zweite hatte seinen eigenen Hubschrauber. Und wer keinen Hubschrauber hatte, hatte ein Flugzeug. Oder zumindest ein Flanellhemd. Und hier mein damaliger Lieblingscharakter: Howling Mad Murdock. Nicht ganz getroffen, aber ich glaube zumindest die Familienähnlichkeit ist da. Auch ohne Socke.

Blackadder

Flashheart: So long, suckers! Next time you’re bored with your lives, give me a call and I’ll come round and kill you.

Kate: Bye, Edmund, and thanks for everything.

Flashheart: Hurray!

And in a flash they are gloriously gone. Smoke settles on the amazed assembly, then Melchett has an idea with which he is very pleased.

Melchett: It is customary on these occasions for the groom to marry the bridesmaid. I presume you will honour this.

Baldrick: I do.

Blackadder: Ah-ha.

He glances at Baldrick, who is looking seductively his way. The end of the world is nigh.

That one was fun to draw 😀 I took several sketches and quite some time to get Blackadder resemble himself, but I’m pleased how it turned out. Baldrick was much easier – he seems to consist mainly of hair…

Text: „Bells.“ In: Blackadder. The Whole Damn Dynasty. Hrsg. v. Michael Joseph. London, 2009, S. 136.

Or, for the series junkies (does that word exist?): „Bells“, Second Season, Episode One, right at the end 🙂

Fuchs und Rabe

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich Fanart mag. Also wenn andere sie machen, dann schon. Aber ich habe für mich noch keinen wirklich guten Zugang gefunden. Dementsprechend weiche ich aus, wie man sieht: Letztes Mal H.C. Artmann und hier die Fabel vom Fuchs und vom Raben. Ursprünglich Äsop zugeschrieben habe ich eine Bearbeitung von Jean de La Fontaine zu Hause, illustriert von Gustave Doré. Die Fabel ist Nr. 2 der Sammlung:

Ich bin noch nicht sicher, ob die Illustration so fertig ist oder ob ich noch – man sieht die Bleistiftvorzeichnung – diese (wie nennt man so etwas? Dämpfe sind es ja nicht und Schwaden auch nicht…) symbolische Luft-/Geruchsdarstellung (?) als verbindendes Element zwischen beiden Panels hinzufüge. Es sollte nur beim Raben nicht nach Mundgeruch aussehen. Schwierig.

Zorro

Ein Freund hat mir einen Link zu einer kleinen Lesung geschickt:

(Danke, Matthias!)

Nach vielleicht zwei Minuten habe ich das Video gestoppt, bin zum Bücherregal gegangen, habe „Im Schatten der Burenwurst“ von H.C. Artmann herausgesucht und erst dann wieder auf Play gedrückt. Und ab sofort laut mitgelesen 🙂

„Wahnsinn! Mei neichs Gwaund!“, schrie er, völlig außer Fassung geratend: „Sog, bist narrisch?“

„Zorro bin ich, Rächer der Würstlmänner!“

Und das alles, weil der Herr im Nadelstreif (hier nur im Anzug) seinen eigenen Senf zur Burenwurst dazugegeben hatte, d.h. er hat laut Röhrich „ungefragt seine Meinung zu etw. [ge]äußer[t]“ und behauptet, die Wurst bestünde zu 100% aus Pferdefleisch. Wikipedia zufolge aber enthält eine Burenwurst 55% Brät (d.h. Faschiertes mit Salz und Gewürzen, wenn ich das richtig verstanden habe), 25% Speck und 20% Salzstoß (was eher weniger mit Salz denn mit Schlachtresten wie Sehnen und Muskelhäuten zu tun hat. Mjam mjam.). Kein Wunder also, dass sich der Würstelmann in seiner Ehre beleidigt fühlt und zur Flasche greift.

Die Zeichnung ist relativ schnell entstanden, eher eine Vorarbeit und vor allem das Pärchen müsste nochmal am Konzepttisch antanzen, aber mit der Dynamik des Würstlstandlers war ich so zufrieden, dass das Blatt doch den Weg auf den Blog finden durfte.

Das Zitat oben stammt übrigens aus oben abgebildetem Buch: H.C. Artmann: Zorro. In: Ders.: Im Schatten der Burenwurst. Wien 2003, S. 143.

Death

I think I first laid my eyes on „The Sandman“ about eight or nine years ago. After reading Volume 1, „Preludes and Nocturnes“, I was hooked and quite fast back on Amazon to order the next book. But the volumes were a quite heavy burden on my wallet, so I never could afford to get them as fast as I read them. And I didn’t knew anybody around who was interested in stuff like this… Poor me! Or, surely more to the point: Shy me. I used to walk around, shoulders hunched and silently wishing „please don’t look at me, please don’t ask me something, please don’t bother (me)“. On the streets as well as in shops. Sometimes I still catch me doing it – but only if I have a very, very, very bad day 😉

To those who don’t know her: Death is a character in Neil Gaiman’s „Sandman“. She is the older sister of Dream and her appearance captures not only the punk subculture of the 80ies, but I think with black and white as her main colours she symbolises the „either – or“ of life and death (although there are several shadow worlds and parallel worlds pictured in „The Sandman“). And like Terry Pratchett’s Death, Gaiman’s Death is quite likeable 🙂

 

Spirou und Fantasio (und Pips)

Montag! Zeit für neue Post, hier die Helden eines meiner Liebslingscomics: Spirou und Fantasio (und Pips). Die besten Bände und die schrägsten Ideen sind immer noch von Franquin, finde ich, der 20 Jahre lang, von 1948 bis 1968, an den Bänden gearbeitet hat. Besser aber gefällt mir der Zeichenstil von Janry, der gemeinsam mit Tome von 1984 bis 1998 an Spirou und Fantasio arbeiten durfte.

Mit der Komposition hier bin ich nicht ganz glücklich, ein wenig mehr Platz rechts im Bild wäre schön gewesen, um ihnen Platz zum Laufen zu geben, und der Pilzstrahler in der Mitte wäre besser an einem der Drittelpunkte aufgehoben gewesen. Auf was man nicht so alles drauf kommt, wenn man fertig geinkt hat ^^

Der Pilzstrahler (mit Sicherheit vom Grafen zur Verfügung gestellt) hier nochmal im Detail:

Und Pips, natürlich:

Pink Panther

Pink Panther! Aber nur mit Peter Sellers. Oder die Zeichentrickfilme „Der rosarote Panther“ (The Pink Panther Show, 1969-1970), mit den trockenen Reimen von Eberhard Storeck – ich liebe es noch immer 😀 Erst durch das Recherchieren für das Bild habe ich erfahren, dass im Englischen weder Reimkommentar noch der Name Paulchen da waren – ein Hoch aufs ZDF!