Füchse

Ein kleiner Blick in die ComicCon-Vorbereitungen:

Die Füchse werden auf Zusatzseiten zum Fux&Rabe-Mini-Comic gedruckt. Und sollen kaschieren, dass das eigentliche Mittwochthema heute so umgangen wurde.

Überhaupt will ich den Blog ein wenig umstellen: Ich bereite gerade eine neue Kategorie vor, die dann die Montags-Figur ersetzt. Zumindest so der Plan 🙂

Il Buono

Clint Eastwood in einem meiner Lieblingsfilme: „Il buono, il brutto, il cavitto“ von Sergio Leone (1966). Ich weiß nicht, wer auf den deutschen Titel gekommen ist. „Zwei glorreiche Halunken“? Aus den drei Titel- und Hauptfiguren zwei machen und dann auch noch so, als würden sie ein Team sein… Das hat mit dem Film wohl wenig zu tun.

Die Zeichnung ist schon ein wenig älter (2010!):

 

#24 Auf Pilzsuche

Es hat geregnet in letzter Zeit. Gar nicht so wenig. Dementsprechend warten wir ein paar Tage und gehen dann in die Pilze. Wir sind ausgestattet mit Wanderhosen, Messern und zu sauberen Körben. Kommentar zu den Körben: „Die sind ja viel zu hell, die sieht man ja meilenweit!“ Man muss verstehen: Der Pilze suchende Mensch ist ein Alleingänger. Alles was nicht mit ihm in die Pilze geht (d.h. Ehepartner, Erbonkel oder absoluter Lieblingsmensch), will er oder sie im Wald nicht sehen und vor allem will er oder sie nicht gesehen werden. Denn jeder fremde Waldbesucher ist potentieller Pilzkonkurrent und muss durch Täuschen und Tarnen an der Nase herumgeführt werden. Denn dort, wo wir sind und Pilze suchen, und das muss der Gegner verstehen, gibt es gar keine Pilzsucher und vor allem gibt es dort sicher keine Pilze. Sonst käme der Fremde noch auf die Idee, auch mal mit Messer und Körbchen in diesen Teilen des Waldes herumzustrawanzen und eventuell Pilze mitgehen zu lassen. Ja aber sicher nicht! Da duckt man sich lieber ins Gebüsch oder springt hinter Bäume, um nicht von vorbeiwandernden Menschen gesehen zu werden. Aber das Problem hatten wir gar nicht. Nicht, dass da keine Menschen gewesen wären. Die waren schnell vorüber. Das größere Problem war: Wo wir waren und durchs Dickicht stapften und von Fichten an den Haaren gezupft wurden, da gab es tatsächlich keine Pilze. Drei, vier verschiedene Stellen wurden besucht, und kopfschüttelnd abgegangen. Aber ich muss sagen: Überhaupt keine Pilze zu finden war wesentlich entspannender, als ständig Pilze zu finden und dann enttäuscht zu werden, dass sie leider nicht essbar oder mir unbekannt und deswegen grundsätzlich suspekt sind. Was bei Pilzen die gesündere Einstellung ist. Mit „Ah, der schaut interessant aus, den probiere ich mal aus“ kommt man in diesem Metier nicht so weit. Fazit: Ein schöner Nachmittag im Wald, essenstechnisch aber eher unbefriedigend.
Zu Hause gab es dann „Penne Funghi“ aus der Packung.

Sie nannten ihn Spencer

Meine Meinung zu diesem Film ist streng gespalten. Zusammengefasst ergäbe das ein Cosi cosa, wie der Italiener sagen würde. S’geht so. Der Film besteht aus hauptsächlich drei Elementen: Zum einen in Form eines Roadtrips angelegten Suche von Marcus („dem Blonden“) und Jorgo („dem Blinden“) nach ihrem Idol, Bud Spencer. Zum zweiten aus Filmausschnitten (da kann man wenig falsch machen). Zum dritten aus Interviews. Dazwischen gibt es fetzige Animationen und im Hintergrund die Filmmusik aus dem bekannten Bud Spencer und Terrance Hill Filmuniversum. Etwa „Dune Buggy“ aus „Zwei wie Pech und Schwefel“:

Zurück zum Film. Die Suche von Marcus und Jorgo macht mir ehrlich gesagt Bauchweh. Sie haben sehr persönliche Geschichten, warum sie Bud Spencer treffen wollen und ihnen die Filme so viel gegeben haben – und das ist auch sympathisch. Schauspielerisch aber sind sie nicht wirklich gut, viele Szenen wirken gestellt. Und dann gibt es sehr unangenehme Szenen, etwa wenn unangekündigt beim Pressebüro von Bud Spencer in Rom geklingelt wird, man doch nur für „ein paar Minuten“ (?!?) Bud Spencer sehen möchte und die Dame auf Italienisch nachfragt, ob man denn einen Termin habe und dass der Chef nicht da sei und dann (mir sehr nachvollziehbar) ungehalten wird, nachdem die beiden kein Wort Italienisch verstehen und „auf ein paar Minuten“ beharren, bevor plötzlich der Kameramann um die Ecke biegt. Unglaublich unprofessionell und peinlich. Fremdschämen musste ich mich aber auch bei ein paar anderen Momenten, vor allem bei den ständigen Beschimpfungen, die beide einander zukommen lassen (vor allem aber der „Blonde“ dem „Blinden“): Das soll zwar auf die Filme verweisen (Terrence Hills Kommentare wie „Fettwanst“ in Richtung Bud Spencer), aber so richtig lustig war das irgendwie nicht. Den zwei-Wochen-Trip und die dabei entstandene total enge Freundschaft zwischen beiden will ich mit Blick auf die Produktionszeit von acht Jahren auch nicht so ganz glauben. (Ganz zu schweigen von der ein wenig seltsam anmutenden Stimmung zwischen beiden. Aber vielleicht ist das so in Männerfreundschaften, da habe ich zu wenig Einblick.) Zwischen diesen Szenen kann man aber glücklicherweise aufatmen, die Interviews mit Schwimm- und Schauspielerkollegen, Stuntmans, Filmkomponisten und Regisseuren machen den (meiner Meinung nach) interessantesten und lebendigsten Teil des Films aus: Was man da hört und über die Sets und die Arbeit und Carlo Pedersoli aka Bud Spencer mitbekommt, entschädigt für die mauen Szenen der Reise von Marcus und Jorgo.

Kugeln!

Über Scheibbser Kugeln habe ich ja schon geschrieben, unten gibt es jetzt dazu eine Abbildung 🙂 (Text vergessen? Man erinnere sich an das hier.) Die Pistazien-Süßigkeit, im Geschenkeshop der Schallaburg erstanden, war unbeschriftet. Ich dachte zuerst es sei eine Süßigkeit. Aus der durchsichtigen Plastikfolie gelöst hat der Geruch dann eher an Badekugeln erinnert. Trotzdem abgebissen. Schmeckt sehr süß und nach Rosenparfum und war offensichtlich essbar. Hat mich aber immer noch an Badekugeln erinnert. Egal. Ich habe Hunger gehabt.