Spiderman Homecoming

(Achtung, Spoiler. Aber nur ganz wenige. Darum in Klammer. Und ohne Rufzeichen.)

Wunderbar. „Spiderman Homecoming“ war unterhaltsam, hat großartigen Spaß gemacht, hatte unerwartete Twists und viel Witz. Einzig Peter Parkers ständige Abwesenheit bei wichtigen Events wurde von seinen KlassenkameradInnen, vor allem von seinem Schwarm Liz, etwas zu selbstverständlich und sanktionslos hingenommen, hier hat das Echo gefehlt, dass sein Leben tatsächlich in der Pubertät und im Schulalltag verankert hätte. Der Charakter der Figur jedoch kommt wunderbar heraus – Bösewichten und Schurken soll zwar Gerechtigkeit widerfahren, aber sterben soll dabei bitte keiner.

Wie auch bei „Guardians of the Galaxy“ (Teil I wie auch II) geht es um Familie: Tony Stark aka Ironman agiert als (im doppelten Wortsinn) kaum erreichbare Vaterfigur, die sich nur blicken lässt, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Sei es im Bösen oder im Guten. Tante May ist so cool, wie es eine Tante nur sein kann. Freund Ned ist Geheimnismitträger und Sidekick (oh yeah, the guy in the chair!). Und Captain America hält immer wieder mal den rechten Zeigefinger hoch, wenn man ihn ins Bild rollt (yahaa). Wer Sitzfleisch besitzt, wird am Ende der Credits auch von ihm „belohnt“.

Was auch Spaß macht, sind die Querverweise auf andere Filme, etwa „Spider-Man“ von 2002, als Spiderman (Tobey Maguire) kopfüber von seinem Faden hängt und von Mary-Jane (Kirsten Dunst) geküsst wird. Im neuen Film werden zwar die Voraussetzungen dafür erfüllt (Spiderman hängt von der Decke, Liz steht unter ihm), aber das Ganze wird ironisch gebrochen: Der im Spiderman-Anzug eingebaute Computer fordert Peter auf, Liz zu küssen – dieser lehnt aufgrund der gerade etwas kritischen Situation ab. Auch ziemlich komisch: Interrogation-Mode à la Batman.

Aber bitte selber anschauen.

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